
Des Weiteren gehe es um das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und der Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel. Die Suche nach Beweismitteln vor Ort dauere weiter an, erklärte die Polizei weiter. Gestern früh hatten Unbekannte nahe dem brandenburgischen Kohlekraftwerk Jänschwalde versucht, Kurzschlüsse an Höchstspannungsleitungen auszulösen, die unter anderem für die Anschlüsse von Kraftwerken genutzt werden. In zwei Fällen gelang dies nach Behördenangaben.
Schon in den vergangenen Monaten hatte mehrere Vorfälle an Einrichtungen der Strominfrastruktur gegeben.
Weiterer Vorfall in Nordrhein-Westfalen
Auch aus Bergheim in Nordrhein-Westfalen wurde ein Angriff auf eine Einrichtung der Energie-Infrastruktur gemeldet. Zwei Kohlekraftwerke mussten vom Netz genommen werden, weil es einen Kurzschluss in einem Umspannwerk gegeben hat. Ein Sprecher der Polizei teilte mit, die Energieversorgung sei jedoch sicher und die Netze stabil geblieben. Es habe keine nennenswerten Stromausfälle gegeben.
In einem Feld fanden die Ermittler sechs Abschussvorrichtungen. Es sei davon auszugehen, dass diese Vorrichtungen so gebaut waren, um mit pyrotechnische Gegenständen einen Draht in die Höhe über die Stromleitungen zu führen, sagte der Leitende Kriminaldirektor Michael Esser.
Nordrhein-Westfalens Innenminister Reul erklärte, es bestehe der Anfangsverdacht einer verfassungsfeindlichen Sabotage. Von den Auswirkungen betroffen sind laut RWE die Braunkohlekraftwerke Neurath und Niederaußem. Zwei Blöcke können demnach erst am Wochenende wieder ans Netz gehen.
Der Verband kommunaler Unternehmen forderte einen besseren Schutz der kritischen Infrastruktur. VKU-Hauptgeschäftsführer Liebing erklärte, Stadtwerke, kommunale Ver- und Entsorger täten, was in ihrer Macht stehe, um ihre Einrichtungen bestmöglich zu schützen. Sie seien aber keine Sicherheitsbehörden.
Diese Nachricht wurde am 02.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
