Islamismus
Terrormiliz IS droht Syriens Übergangspräsident Scharaa ähnliches Schicksal wie Ex-Diktator Assad an - "neue Phase" mit Anschlägen gestartet

​Die islamistische Terrormiliz IS hat sich zu zwei Anschlägen auf Angehörige ‌der ⁠syrischen Armee bekannt.

    Al-Scharaa geht mit ernstem Blick einen Gang entlang. Er trägt einen schwarzen Vollbart und ein dunkles Jackett mit Krawatte. Hinter ihm unscharf weitere Personen
    Ahmed al-Scharaa, Syriens Übergangspräsident. (Archivbild) (Mosa'ab Elshamy / AP / dpa )
    Sie kündigte damit eine "neue Phase" ihrer Einsätze an. Auf ihrem Propagandakanal „Dabiq“ bezeichneten sie Übergangspräsident al-Scharaa als "Wachhund" der globalen Koalition. Sie drohten ihm ein ähnliches Schicksal wie seinem gestürzten Vorgänger, Diktator Baschar al-Assad, an. Anhänger wurden zu weiteren Attacken mit Motorrädern und Schusswaffen aufgerufen. Seit Assads Sturz hat der IS bereits sechs Anschläge auf Ziele der neuen Regierung verübt. Einem UNO-Bericht zur Terrorismusbekämpfung von ‌vergangener ‌Woche zufolge wurden zudem fünf Attentatsversuche des IS ​auf Scharaa und zwei Minister vereitelt.
    Syrien war im ⁠November ⁠der Anti-IS-Koalition beigetreten, nachdem Scharaa von ‌US-Präsident Trump im Weißen Haus empfangen worden war. Scharaa, früher selbst Anführer einer islamistischen Miliz, hatte im Dezember 2024 die langjährige Assad-Dynastie ​gestürzt. Assad und seine Familie setzten sich nach Russland ab.
    Diese Nachricht wurde am 22.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.