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Tokio 2020
Nach Plagiatsaffäre: Neues Olympialogo

Monatelang musste die Olympiastadt Tokio mit dem Emblem aus Bewerberzeiten arbeiten – denn das offizielle Olympialogo wurde wegen Plagiatsvorwürfen kassiert. Durch einen öffentlichen Wettbewerb wurde ein neues Logo gesucht - jetzt wurde es präsentiert.

Von Marina Schweizer | 25.04.2016

    Ein indigoblaues japanisches Karomuster aus unterschiedlich großen Rechtecken auf weißem Grund, die im Kreis angeordnet sind.
    Das neue Olympialogo für Tokio 2020 (imago sportfotodienst)
    "In Einklang gebrachte karierte Embleme", das ist der etwas sperrige Name des auserwählten Entwurfs: Ein indigoblaues japanisches Karomuster aus unterschiedlich großen Rechtecken auf weißem Grund, im Kreis angeordnet. Mit diesem Logo will Tokio die Olympische Spiele ausrichten. Auch das Emblem der Paralympischen Spiele lehnt sich an diesen Entwurf an.
    Im September 2015 hatte das Tokioter Organisationskomitee das ursprüngliche Logo des Japaners Kenjiro Sano zurückgezogen: Der Grund: Plagiatsvorwürfe. Der Entwurf wies Ähnlichkeiten mit dem Logo des belgischen Theaters in Lüttich auf. Dessen Urheber hatte sich gegen die Verbreitung des Olmpia-Logos gewehrt.
    Knapp 15.000 eingereichte Vorschläge
    Die Plagiatsaffäre wurde zur Blamage für die Olympia-Planer. Für den neuen Entwurf hatte das Organisationskomitee einen weltweiten Design-Wettbewerb ausgeschrieben. Knapp 15.000 Vorschläge gingen ein. Das auserwählte Logo des japanischen Künstlers Asao Tokolo nimmt Bezug auf ein traditionelles Karomuster aus der japanischen Edo-Zeit und soll verschiedene Länder, Kulturen und Denkweisen repräsentieren.
    Und: Was Urheberrechtsverletzungen angeht, dürfte es eingehend geprüft worden sein.