
Mehr als tausend Demonstranten umstellten das seit Mittwoch mit Bauzäunen abgesperrte nationale Kulturzentrum. Sie sangen Lieder und trugen Plakate, auf denen etwa zu lesen war: "Hände weg vom Kennedy Center".
Trump hatte am Dienstag die sofortige Schließung des Kennedy Centers in der US-Hauptstadt verkündet. Hintergrund ist ein Rechtsstreit um die von ihm verfügte Ergänzung seines eigenen Namens an der Fassade. Ein US-Bundesrichter hatte dies zuvor erneut als unrechtmäßig bezeichnet. Trump brachte daraufhin einen Abriss des Gebäudes ins Spiel.
Trump setzte Führung des Kulturzentrums ab
Die Kultureinrichtung war 1971 zu Ehren des ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy eröffnet worden. Trump warf der Leitung nach seinem erneuten Amtsantritt im Januar 2025 eine links-"woke" Haltung vor und setzte sich selbst an die Spitze eines Verwaltungsrats mit handverlesenen Mitgliedern.
Das Gremium beschloss im vergangenen Dezember die Umbenennung in "Donald J. Trump and John F. Kennedy Memorial Center for the Performing Arts". Trumps Name wurde daraufhin in Großbuchstaben auf der Fassade über dem Kennedys angebracht. Gerichte erklärten dies jedoch für unrechtmäßig, da nur der Kongress eine Namensänderung beschließen kann.
Die jetzt verfügte Schließung des Zentrums begründete Trump mit angeblich notwendigen Renovierungsarbeiten in Millionenhöhe. Trump forderte im Gegenzug für die Finanzierung Anerkennung für seine Administration und drohte andernfalls mit einem Abriss.
Diese Nachricht wurde am 19.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
