USA und Kolumbien
Trump und Petro finden nach persönlichem Treffen erstmals freundliche Worte

Nach einem monatelangen Schlagabtausch haben sich US-Präsident Trump und der kolumbianische Staatschef Petro erstmals im Weißen Haus getroffen.

    Gustavo Petro und Donald Trump sitzen einander zugebeugt im Oval Office des Weißen Hauses.
    Kolumbiens Präsident Petro und US-Präsident Trump äußerten sich lobend über ihr Treffen im Weißen Haus. (picture alliance / Anadolu / Colombian Presidency Press Office)
    Petro sprach im Anschluss von einem "positiven" Treffen. Trump sagte, er habe sich mit seinem kolumbianischen Kollegen "sehr gut verstanden". Der US-Präsident hatte den linksgerichteten kolumbianischen Staatschef zuletzt als "kranken Mann" und Drogenboss bezeichnet und ihm mit einer Militärintervention gedroht. Dies habe daran gelegen, dass er Petro nicht besonders gut gekannt habe, sagte Trump nun. Jetzt arbeite man an einer Vereinbarung, um den Schmuggel illegaler Drogen in die USA zu reduzieren.
    Petro machte unterschiedliche Auffassungen über das Problem des Drogenhandels deutlich. Statt eines harten militärischen Ansatzes gegen die kriminellen Organisationen will er Bauern in Kolumbien davon überzeugen, besser Kaffee oder Kakao statt Kokain anzubauen. Zudem müsse entschlossen gegen die Finanziers des internationalen Drogengeschäfts vorgegangen werden. Kolumbien ist der größte Kokainproduzent der Welt.
    Diese Nachricht wurde am 04.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.