Inneministerkonferenz
Türkische Gemeinde wünscht sich von Politik mehr Achtsamkeit für Bedrohungen von Menschen mit Migrationshintergrund

Die Türkische Gemeinde in Deutschland wünscht sich, dass Sicherheitsbehörden Bedrohungen von Menschen mit einem Migrationshintergrund ernster nehme.

    Gökay Sofuoğlu, der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, bei einer Presseunterrichtung im Bundeskanzleramt.
    Gökay Sofuoğlu, der Vorsitzende des Vereins "Türkische Gemeinde in Deutschland". (Archivbild) (imago / Metodi Popow / imago stock&people)
    Er vermisse Innenpolitiker, die sich Sorgen um deren Sicherheit machten, sagte der Vereinsvorsitzende Sofuoglu zum Start der Frühjahrskonferenz der Innenminister von Bund und Ländern in Hamburg. Deutschland brauche eine Integrationspolitik, die Zugehörigkeit stärke, anstatt diese ständig neu zu hinterfragen. 
    Bei ihrem dreitägigen Treffen wollen die Ressortchefs auch über die steigende Entwicklung tatverdächtiger Kinder im Bereich Gewaltkriminalität sprechen. Die Deutsche Polizeigewerkschaft forderte die Absenkung der Strafmündigkeit von 14 auf 12 Jahre. Der Bundesvorsitzende Teggatz erklärte, man beobachte eine besorgniserregende Entwicklung, bei der Täter immer jünger und gezielt von kriminellen Netzwerken instrumentalisiert würden. - Weitere Themen der Innenministerkonferenz sind der Schutz von Einrichtungen der kritischen Infrastruktur, Verbesserungen im Bevölkerungsschutz sowie die Höhe von Bußgeldern für Verkehrsverstöße.
    Diese Nachricht wurde am 17.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.