Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
TV-Streitgespräch der Spitzenkandidaten: Ministerpräsident Schulze (CDU): "Zuwanderung unverzichtbar" - Siegmund (AfD) setzt bei Arbeitskräftemangel auf deutsche Rückkehrer

Anderthalb Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sind dort die Spitzenkandidaten der Parteien zu einer TV-Diskussion zusammengekommen.

    Das Bild zeigt eine Situation aus der Sendung des MDR. Siegmund und Schulze stehen an Redepulten. Schulze spricht und gestikuliert mit einer Hand, Siegmund schaut zu ihm herüber.
    AfD-Spitzenkandidat Siegmund und Ministerpräsident Schulze in der Diskussion (picture alliance / dpa / Klaus-Dietmar Gabbert)
    In der Sendung des MDR stand am Abend vor allem das Aufeinandertreffen von Ministerpräsident Schulze - CDU - und dem AfD-Spitzenkandidaten Siegmund im Blickpunkt, dessen Partei in Umfragen deutlich vorne liegt. Beide diskutierten unter anderem kontrovers über den Zusammenhang von Zuwanderung und Arbeitsmarkt. Schulze sagte, Zuwanderung sei unverzichtbar, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Derzeit schieden in Sachsen-Anhalt zwei Menschen aus dem Arbeitsmarkt aus, während nur einer nachkomme. Es wäre vollkommen unrealistisch zu glauben, dass man das allein mit Menschen aus Sachsen-Anhalt oder den umliegenden Bundesländern schaffe, so der CDU-Landesvorsitzende. Siegmund setzte dagegen unter anderem auf die Rückkehr ausgewanderter Deutscher. Nötig seien zudem mehr Automatisierung, der Einsatz Künstlicher Intelligenz und eine schlankere Verwaltung, sagte er.
    Diese Nachricht wurde am 27.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.