Zahnanalyse
Tyrannosaurus rex war Warmblüter

Der wohl bekannteste aller Dinosaurier, der Tyrannosaurus rex, konnte seine Körpertemperatur durch eigene Wärmeproduktion konstant halten - er war also ein Warmblüter. Diese Annahme bestätigt die Analyse von Zahnmaterial eines Fossils, wie ein Forschungsteam im Fachjournal "Science Advances" berichtet.

    Tyrannosaurus rex brüllt in einem prähistorischen Wald mit üppiger Vegetation, Farnen und Sonnenlicht.
    Schnell und energiegeladen statt träge: So stellen sich Forscher den T-Rex vor. (IMAGO / imagebroker / Dmitry Rukhlenko)
    DieForschungsgruppe durfte Zahnschmelz-Proben eines T-Rex-Skeletts aus einem Museum in Kalifornien untersuchen. Das Team analysierte, wie häufig im Zahnschmelz bestimmte, seltene Varianten von Kohlenstoff- und Sauerstoffatomen chemisch miteinander verbunden sind.
    Warmblütige Tiere haben weniger solche Verbindungen in ihren Zähnen als wechselwarme. Das Ergebnis beim T-Rex entsprach dem eines Warmblüters. Die Forschenden nennen sogar eine konkrete Körpertemperatur: rund 36 Grad Celsius. Das Team nimmt deshalb an, dass Tyrannosaurier vor etwa 66 Millionen Jahren als ziemlich flinke, energiegeladene Räuber oder Aasfresser unterwegs waren.
    Lange Zeit ging die Paläontologie davon aus, dass alle Dinosaurier wechselwarme Tiere waren. Inzwischen ist aber die Theorie, dass sich die Saurier in zwei Gruppen aufteilten - und einige Arten wegen starker Klimaschwankungen zu Warmblütern wurden.
    Diese Nachricht wurde am 16.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.