Chefredakteurin Pace
Überwachung, Druck, Beschränkungen: Nachrichtenagentur AP besorgt über Pressefreiheit in USA

AP-Chefredakteurin Julie Pace sieht die Pressefreiheit in den USA in Gefahr.

    Trump läuft mit einem Ordner im Arm auf einer Terasse des Weißen Hauses an dessen Fassade entlang. Im Vordergrund unscharf die Flaggen der USA und des Präsidenten.
    Donald Trump auf dem Weg zu einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses in Washington. (Archivbild) (AP / dpa / Alex Brandon)
    Sie sehe das im Kontext der 100 Länder, in denen die AP arbeite, sagte Pace der Deutschen Presse-Agentur. An vielen Orten sei die Pressefreiheit durch die Regierung nicht garantiert. Die Presse werde überwacht und von Regierungen unter Druck gesetzt. Ehrlicherweise müsse man sagen, dass einige genau dieser Taktiken auch in den Vereinigten Staaten zu sehen sein. Das mache ihr Sorgen.
    Präsident Trump hat seit Beginn seiner zweiten Amtszeit mehrere große Medien auf Milliardensummen verklagt, darunter die "New York Times" und das "Wall Street Journal". Für die Associated Press, eine der größten Nachrichtenagenturen der Welt, schränkte das Weiße Haus die Arbeitsmöglichkeiten ein. Der Grund: Die AP nennt den Golf von Mexiko weiter mit dieser Bezeichnung und nicht mit dem von Trump eigenmächtig gewählten Namen Golf von Amerika. Gegen die Beschränkungen ihrer Arbeit hat AP geklagt.
    Diese Nachricht wurde am 23.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.