Schwere Angriffe
Ukraine-Krieg: Berühmtes Höhlenkloster in Kiew brennt - Brücken zur Krim bei Gegenangriffen beschädigt

Russland hat die Ukraine erneut mit schweren Angriffen überzogen.

    Rettungskräfte versuchen, einen Brand in der Mariä-Entschlafens-Kathedrale in Kiew zu löschen.
    Feuer in der Mariä-Entschlafens-Kathedrale in Kiew nach einem russischen Angriff (Evgeniy Maloletka / AP / dpa / Evgeniy Maloletka)
    Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe wurde das Land in der Nacht mit 70 Raketen sowie mehr als 600 Drohnen angegriffen. Ein Großteil sei unschädlich gemacht worden. Dennoch seien über 40 Orte getroffen worden. Es gab mindestens neun Tote sowie Dutzende Verletzte. Unter anderem wurden in Charkiw fünf Rettungskräfte während eines Einsatzes getötet. In Kiew waren zudem rund 140.000 Einwohner nach Beschädigungen an Oberleitungen ohne Strom. Dort war durch die Angriffe auch die Hauptkirche des zum Weltkulturerbe zählenden Höhlenklosters in Brand geraten. Die Ukraine und Frankreich verurteilten den Angriff mit deutlichen Worten.
    Russland meldete ukrainische Gegenangriffe. In Tula südlich von Moskau wurden dabei nach Angaben des Regionalgouverneurs drei Menschen getötet. In der Stadt befinden sich mehrere große Industrieanlagen. Zudem wurden bei ukrainischen Drohnenangriffen zwei Brücken zur von Russland annektierten Halbinsel Krim beschädigt. Nach Angaben des ‌von Moskau eingesetzten Gouverneurs wurde der Verkehr zum russisch kontrollierten Teil der ukrainischen Region Cherson ausgesetzt. Auf der Krim ist derzeit wegen ukrainischer Angriffe auf entsprechende Infrastruktur der Treibstoff knapp.
    Diese Nachricht wurde am 15.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.