"Verantwortungslos"
Ukraine kritisiert FIFA-Präsident Infantino wegen Aussagen über Russland

FIFA-Präsident Infantino will eine Rückkehr Russlands in den Weltfußball prüfen lassen. Die Reaktionen aus der Ukraine fallen deutlich aus. Sportminister Bidny sprach von "verantwortungslosen" Äußerungen.

    Gianni Infantino steht mit erhobenem Zeigefinger am Rednerpult.
    FIFA-Chef Infantino (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Jorge Saenz)
    Außenminister Sybiha bezeichnete Infantino als "moralisch degeneriert". Der ukrainische Fußballverband (UFA) erklärte, Russlands Ausschluss dürfe nicht enden, so lange der Krieg anhalte.
    Infantino hatte sich in einem Interview offen für eine Aufhebung des Banns gegen Russland gezeigt, "zumindest im Jugendbereich." Der Ausschluss habe nichts gebracht, sondern nur Frustration und Hass hervorgerufen, sagte er dem britischen Sender Sky.
    Nach Russlands völkerrechtswidrigem Überfall auf die Ukraine 2022 hatten sowohl die FIFA als auch die UEFA russische Teams von allen Wettbewerben ausgeschlossen.

    UEFA-Präsident ebenfalls für Lockerungen

    Auch UEFA-Präsident Ceferin hat den Ausschluss russischer Jugendteams von offiziellen Wettbewerben mehrfach kritisch hinterfragt und Lockerungen angeregt. Der Slowene begründete dies damit, dass die junge russische Generation sonst international dauerhaft isoliert werde.
    Diese Nachricht wurde am 03.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.