Konflikt um Öl-Lieferungen
Ukraine wirft Ungarn und Slowakei Erpressung vor

Ungarn und die Slowakei haben der Ukraine damit gedroht, ihre Stromlieferungen einzustellen.

    Das Foto zeigt einen Eintrittspunkt der Druschba-Pipeline in Ungarn bei der Donauraffinerie in Szazhalombatta.
    Eintrittspunkt der Druschba-Pipeline in Ungarn. (IMAGO/Xinhua)
    Bratislava und Budapest wollten den Ukrainern ausgerechnet während der extremen Kälteperiode Strom und Heizung vorenthalten wollten. Hintergrund ist, dass die beiden EU-Länder seit Ende Januar kein russisches Erdöl mehr über die Druschba-Pipeline erhalten, die durch die Ukraine führt. Sie werfen Kiew vor, das russische Öl absichtlich zurückzuhalten. Die ukrainische Regierung weist das zurück, vielmehr sei die Pipeline durch russische Angriffe beschädigt worden. Die Reparaturarbeiten seien trotz der Gefahr von Raketenangriffen bereits im Gange.
    Ungarn und die Slowakei erhalten trotz westlicher Sanktionen weiter das vergleichsweise billige russische Öl. Beide Länder sind von der Druschba-Pipeline weitgehend abhängig.
    Diese Nachricht wurde am 22.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.