Hamburg
Ukrainer wegen Nord-Stream-Anschlägen ab Oktober vor Gericht

Die Anschläge auf die Nord-Stream-Pipelines werden in Hamburg vor Gericht aufgearbeitet.

    Das Bild zeigt einen großen Luftblasen-Strudel mitten im Meer.
    Explosionen an den Nordstream-Pipelines im September 2022. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Uncredited)
    Das Hanseatische Oberlandesgericht hat das Verfahren eröffnet. Angeklagt ist ein ukrainischer Staatsangehöriger. Er soll die Gruppe angeführt haben, die die Sprengung der Pipelines vorbereitete und ausführte.
    Der Mann war vor rund einem Jahr in Italien festgenommen worden. Einige Wochen später wurde er nach Deutschland überstellt und in Untersuchungshaft genommen. Ein weiterer mutmaßlicher Mittäter befindet sich in Kroatien in Auslieferungshaft. Der Ukrainer soll auch einer der Taucher gewesen sein, die die Sprengladungen an den Pipelines in der Nordsee angebracht hatten.
    Die beiden Nordstream-Pipelines waren im September 2022 durch mehrere Explosionen schwer beschädigt worden. Durch Nord Stream 1 floss vorher russisches Erdgas nach Deutschland. Nord Stream 2 war noch nicht in Betrieb.
    Diese Nachricht wurde am 04.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.