
Das gelte selbst für gängige Feldgemüse wie Möhren und Zwiebeln, teilte der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft mit. Auch bei Milch, Butter, Fleisch sowie bei Tierfutter stiegen die Importe. Gleichzeitig würden die heimischen Anbauflächen gar nicht oder nur verhalten wachsen. "Es ist eine verpasste Chance für Deutschland, die Umstellung auf Bio nicht stärker zu fördern", kritisierte die BÖLW-Vorsitzende Andres.
Fachleuten zufolge ist es finanziell meist attraktiver, Agrarflächen für Solar- und Windkraft oder für den Anbau von Energiepflanzen wie Mais und Raps zu verpachten. Öko-Betriebe kämen deshalb oft nicht an neue Flächen. Gleichzeitig zögerten viele konventionelle Landwirte, auf Öko umzustellen.
Gut 11 Prozent der Agrarfläche werden in Deutschland ökologisch bewirtschaftet. Das Ziel der Bundesregierung liegt bei 30 Prozent bis 2030.
Bio-Lebensmittel gefragt wie nie
Der Bio-Markt hat in Deutschland über viele Jahre an Bedeutung gewonnen. Nach einem kurzen Umsatzrückgang 2022 setzte sich der Trend fort. Der Umsatz 2025 stieg um etwa 10 Prozent auf mehr als 18 Milliarden Euro - mehr als je zuvor. Genaue Zahlen will der Verband BÖLW am Dienstag auf der Messe für Bio-Lebensmittel und Naturkosmetik in Nürnberg vorstellen.
Der Hochschule Baden-Württemberg in Heilbronn zufolge, werden die meisten Bio-Produkte im Lebensmitteleinzelhandel verkauft, bei den Marktanteilen liegen die Discounter knapp vor den Supermärkten. Der Anteil von Bio-Produkten am gesamten Lebensmittelumsatz beträgt demnach rund sieben Prozent.
Diese Nachricht wurde am 10.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
