"Rheinische Post"
Umweltminister Schneider will Wiedervernässung von Mooren weiter beschleunigen

Vor dem Hintergrund des Großbrandes im Naturschutzgebiet Hohes Venn will Bundesumweltminister Schneider die Wiedervernässung von Mooren weiter vorantreiben.

    Carsten Schneider (SPD), Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.
    Umweltminister Schneider will das "Gesetz zur Stärkung der natürlichen Infrastruktur" möglichst schnell verwirklichen. (picture alliance/dpa/Sebastian Gollnow)
    Der SPD-Politiker sagte der "Rheinischen Post", im Hohen Venn hätten entwässerte Moore auch im Inneren gebrannt. Sei Torf einmal ausgetrocknet, könne das zu Schwelbränden führen, die kaum zu löschen seien und Monate andauern könnten. Schneider betonte, für das Wiedervernässungsprogramm stünden in den nächsten Jahren 1,7 Milliarden Euro bereit. Mit dem sogenannten "Gesetz zur Stärkung der natürlichen Infrastruktur" wolle er solchen Vorhaben ein überragendes öffentliches Interesse bescheinigen, damit sie schneller vorankämen.
    Während Umweltverbände die Gesetzespläne begrüßen, lehnt der Deutsche Bauernverband sie ab und argumentiert unter anderem, landwirtschaftliche Flächen dürften nicht als - Zitat - "frei verfügbare Reserve für immer neue politische Flächenansprüche" betrachtet werden.
    Diese Nachricht wurde am 29.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.