UNO-Klimakonferenz in Bonn
Umweltschutzorganisationen registrieren nur "Trippelschritte"

Umweltschutzorganisationen haben sich zum Ende der UNO-Klimakonferenz in Bonn verhalten geäußert.

    Hinweisschild am Eingang des World Conference Center Bonn zur aktuellen United Nations Climate Change Conference.
    Umweltorganisationen sind nicht zufrieden mit dem Ausgang der Klimakonferenz in Bonn. (picture alliance / Bonn.digital / Marc John)
    Greenpeace-Klimaschutzexperte Stoppel sagte, der Streit um fehlende Klimafinanzierung und gegensätzliche geopolitische Interessen zwängen die Verhandlungen zu Trippelschritten. Eine Vertreterin von WWF Deutschland meinte, bereits im Vorlauf der nächsten Konferenz im türkischen Antalya im November müssten klare Finanzzusagen und konkrete Umsetzungspläne auf den Tisch. Andere Organisationen würdigten hingegen den Vorschlag der türkischen Regierung, den globalen Anteil von Strom am Endenergieverbrauch bis 2035 von derzeit 20 auf 35 Prozent zu steigern. Die Türkei plädiert dafür, etwa Fabriken und Autos stärker mit Strom zu versorgen und weniger klimaschädliche Energieträger wie Kohle, Öl und Gas einzusetzen.
    Bundesumweltminister Schneider sagte der Deutschen Presse-Agentur, das Pariser Klimaabkommen bleibe trotz aller Spannungen der Maßstab. Die Umsetzung müsse aber deutlich schneller werden. An der Bonner Konferenz hatten seit Anfang vergangener Woche 6.500 Delegierte fast aller UNO-Mitgliedstaaten teilgenommen.
    Diese Nachricht wurde am 18.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.