Samstag, 20. April 2024

Bildung
UNESCO fordert staatliche Reglementierung bei KI-Nutzung an Schulen

Die UNESCO hat beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz an Schulen eine Reglementierung in ethischer und pädagogischer Hinsicht angemahnt.

09.09.2023
    Schüler eines Gymnasiums sitzen vor einem Laptop und benutzen ein KI-Tool.
    ChatGPT ist längst im gymnasialen Deutschunterricht angekommen. (picture alliance / dpa / Philipp von Ditfurth)
    Nötig sei ein auf den Menschen ausgerichteter Ansatz und eine Schulung des Lehrpersonals, teilte die Unterorganisation der Vereinten Nationen in Paris mit. Zum Einsatz von generativer KI - wozu auch Textroboter wie ChatGPT gehören - legte die Unesco einen Leitfaden vor. Das Papier ermuntere zu menschlichem Eingreifen, Inklusion, Fairness, Gleichstellung der Geschlechter sowie kultureller und sprachlicher Vielfalt, hieß es. Auch lege es eine Altersgrenze von 13 Jahren für den Einsatz von KI-Tools in Klassenzimmern fest und empfehle allgemeine Standards für den Schutz von Daten und der Privatsphäre.
    UNESCO-Generalsekretärin Azoulay sagte, der Leitfaden solle politischen Entscheidungsträgern und Lehrern dabei helfen, das Potenzial der KI im besten Interesse der Schüler optimal auszuschöpfen. Einer weltweiten Umfrage der UNESCO zufolge verfügen weniger als zehn Prozent der Schulen über Richtlinien zur Nutzung generativer KI-Anwendungen, was demnach größtenteils auf das Fehlen nationaler Vorschriften zurückzuführen ist.
    Diese Nachricht wurde am 09.09.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.