Russische Öllieferungen
Ungarn droht im Streit um Ölpipeline mit Blockade von Ukraine-Darlehen

Im Streit um ausbleibende Öllieferungen hat Ungarn mit einem Veto gegen ein milliardenschweres EU-Darlehen für die Ukraine gedroht.

    Portrait von Viktor Orban. Er trägt eine dunkle Anzugsjacke und ein weißes Hemd.
    Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban droht der Ukraine. (picture alliance / dpa / MAXPPP / Nicolas Landemard / Le Pictorium)
    Solange die Ukraine den Öltransit über die Druschba-Pipeline verhindere, werde Ungarn die Auszahlung der EU-Mittel in Höhe von 90 Milliarden Euro blockieren, erklärte Ministerpräsident Orban auf Facebook. Sein Land lasse sich nicht herumschubsen.
    Seit Ende Januar fließt kein russisches Erdöl mehr durch die Druschba-Pipeline, die durch die Ukraine führt. Nach Angaben aus Kiew wurde die Pipeline durch russische Angriffe beschädigt. Ungarn und die Slowakei beschuldigen die ukrainische Regierung hingegen, eine Wiederaufnahme der Lieferungen bewusst zu unterlassen. Beide Länder sind von russischem Öl weitgehend abhängig.
    Diese Nachricht wurde am 21.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.