Außenpolitischer Kurswechsel
Ungarns neue Regierung stuft Russland als "Bedrohung" ein

Die Regierung in Ungarn hat den außenpolitischen Kurswechsel bekräftigt und Russland offiziell als Bedrohung eingestuft.

    Peter Magyar, Ungarns Ministerpräsident, steht vor der ungarischen und der EU-Flagge.
    Ungarns Ministerpräsident Peter Magyar (Sebastian Gollnow / dpa / Sebastian Gollnow)
    Das geht aus einem Dokument für die Generalversammlung der Vereinten Nationen hervor, das Ministerpräsident Magyar unterzeichnete. Darin wird die russische militärische Aggression gegen die Ukraine verurteilt. Weiter heißt es, das Verhalten Russlands bedrohe Ungarn, Europa und die globale Ordnung. Magyar hatte nach dem Regierungswechsel im Mai eine Abkehr von der prorussischen Außenpolitik seines Vorgängers Orbans angekündigt. Unter anderem hob er das Veto Ungarns gegen den Beginn von EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine auf. Zugleich lehnt auch Magyar Waffenlieferungen seines Landes an die Ukraine ab.
    Diese Nachricht wurde am 26.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.