Gesetzesänderung
Ungarns neue Regierung will die Darstellung von Homosexualität im Fernsehen wieder erlauben

Ungarns Regierung hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, um das umstrittene LGBTQ-Gesetz aus der Zeit des früheren Ministerpräsidenten Orbán zu ändern.

    Ungarns neuer Regierungschef Peter Magyar steht in einer Pressekonferenz vor einer EU-Flagge.
    Ungarns neuer Ministerpräsident Peter Magyar (picture alliance / Anadolu / Salih Okuroglu)
    Demnach soll die Darstellung von Homosexualität in Filmen und im Fernsehen wieder erlaubt werden. Auch eine Passage, wonach Transidentität nicht thematisiert werden darf, soll gestrichen werden. Das Gesetz war 2021 von der damaligen rechtsnationalistischen Regierung erlassen worden. Begründet wurde es mit dem Kinder- und Jugendschutz. Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg entschied im April, dass das ungarische Gesetz gegen die Grundrechte-Charta der EU verstößt. Nichtheterosexuelle sowie transgeschlechtliche Menschen würden als eine Gefahr für die Gesellschaft stigmatisiert und marginalisiert.
    Die englische Abkürzung LGBTQ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und queere Menschen.
    Diese Nachricht wurde am 15.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.