Nahost
UNICEF: 300 Kinder seit Waffenruhe im Gazastreifen getötet

Laut dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF wurden im Gazastreifen seit der Verkündung des Waffenstillstands im Oktober vergangenen Jahres 300 Kinder getötet.

    Ein Junge sitzt nach einem israelischen Luftangriff auf Gaza inmitten von Trümmern.
    Im Gazastreifen wurden laut UNICEF seit dem Beginn des Waffenstillstands im Oktober 2025 300 Kinder getötet. (AFP / OMAR AL-QATTAA)
    Ein Waffenstillstand, bei dem jeden Tag durchschnittlich ein Kind sterbe, versage gegenüber den Kindern, erklärte der UNICEF-Regionaldirektor für den Nahen Osten und Nordafrika, Beigbeder. Hunderte weitere Kinder seien in diesem Zeitraum in dem Palästinenergebiet zudem verletzt worden. Er forderte Israel und die militant-islamistische Hamas dazu auf, die Ankündigungen der vergangenen Tage für die nächste Phase der Waffenruhe umzusetzen. Die Feindseligkeiten müssten beendet und die humanitäre Hilfe ausgeweitet werden.
    Die Menschen im Gazastreifen seien mittlerweile auf etwa ein Drittel des Gebiets zusammengedrängt und lebten dort in unsicheren Bedingungen inmitten zerstörter Gebäude und angehäuftem Müll. Vor allem Kinder litten weiter unter akuter Mangelernährung, Krankheiten und verunreinigtem Wasser, erklärte UNICEF.
    Diese Nachricht wurde am 07.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.