Leihmutterschaft
Unionsfraktionschef Spahn weiter unter Druck

Unionsfraktionschef Spahn steht wegen seiner Elternschaft mit Hilfe einer Leihmutter in den USA weiter unter Druck. Das CDU-Präsidium soll am Montag über den Fall beraten, wie Bundeskanzler Merz sagte. Neben offener Kritik gab es bereits gestern erste Rücktrittsforderungen.

    Jens Spahn von den Schultern an aufwärts. Er trägt dunkles Sakko, weißes Hemd und eine Krawatte.
    Jens Spahn verteidigt seine Entscheidung, mit Hilfe einer Leihmutter in den USA ein Kind bekommen zu haben. (picture alliance / Metodi Popow)
    Der Landeschef von Mecklenburg-Vorpommern, Peters, erklärte, Spahn habe sich in voller Absicht über in Deutschland geltendes Recht hinweggesetzt. Der Staatssekretär im Familienministerium, Brand, sprach von einer Zumutung und verwies auf Gefahren für Leihmütter.
    Spahn selbst verteidigte seine Entscheidung. Der CDU-Politiker sagte der "Bild", er habe bei dem Thema lange mit sich gerungen und sei innerlich zerrissen gewesen. Er betonte, nicht gegen deutsche Gesetze verstoßen zu haben. Über einen möglichen Rücktritt müsse nun die Fraktion nach der Sommerpause entscheiden.
    Leihmutterschaften sind in Deutschland nicht zulässig. Die CDU hatte sich zuletzt im Februar gegen eine Legalisierung ausgesprochen, auch Spahn selbst war als Minister in der Vergangenheit dagegen.
    Diese Nachricht wurde am 18.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.