
Middelberg sagte im Deutschlandfunk, mit einem anderen Kanzler hätte man die gleichen Probleme in der Abstimmung in der Koalition wie unter Merz. Zugleich erklärte er, wenn man mit dem Wechsel von Köpfen etwas ändern könne, würde er sich dem nicht verweigern. Dies sei jedoch nicht der Punkt. Der CDU-Politiker betonte, das Zerreden des gemeinsamen Kurses führe dazu, dass die Menschen das Vertrauen in die Bundesregierung und ihren Kopf verlören. Er forderte, das Bündnis müsse die vereinbarten Reformen zügiger umsetzen als bisher. Zuvor hatte die Bundesschatzmeisterin der Jungen Union, von Nathusius, im ARD-Fernsehen von einem Glaubwürdigkeitsproblem der CDU gesprochen. Sie vertrat die Ansicht, dass mit Kanzler Merz keine Wahl mehr zu gewinnen sei. Der CSU-Vorsitzende Söder erklärte in München, das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt müsse als Weckruf verstanden werden. Er warnte vor einem Scheitern der Bundesregierung, versicherte Merz zugleich allerdings seinen Rückhalt. AfD-Chefin Weidel sprach sich für Neuwahlen aus. Dies wäre angesichts des desolaten Zustands der Koalition die sauberste Lösung, sagte Weidel dem Nachrichtenportal "The Pioneer".
Diese Nachricht wurde am 14.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
