
Zudem
erklärte er
, wenn man mit dem Wechsel von Köpfen etwas ändern könne, würde er sich dem nicht verweigern. Dies sei jedoch nicht der Punkt. Der CDU-Politiker betonte, das Zerreden des gemeinsamen Kurses führe dazu, dass die Menschen das Vertrauen in die Bundesregierung und ihren Kopf verlören. Er forderte, das Bündnis müsse die vereinbarten Reformen zügiger umsetzen als bisher.
Middelberg trat zudem Forderungen nach einer offeneren Haltung der CDU zur AfD entgegen. Der von der AfD geforderte Austritt aus Euro und EU sei tödlich für die eigene exportabhängige Wirtschaft, sagte er. Das sei niemals finanzierbar. Der CDU-Politiker warnte jedoch vor einer Dämonisierung der AfD. Man müsse sich mit der Partei ganz nüchtern auseinandersetzen und werde dann feststellen, dass es für eine Koalition garantiert nicht reiche.
Auch Bundesaußenminister Wadephul wies Spekulationen über eine Instabilität der Bundesregierung zurück. Am Rande seines Besuchs in der ungarischen Hauptstadt Budapest sagte der CDU-Politiker, Kanzler Merz könne sich jederzeit auf die Unterstützung der Regierungsfraktionen und seines Kabinetts verlassen. Die Bundesregierung sei "wirklich sehr stabil".
JU-Politikerin: Mit Merz sind keine Wahlen mehr zu gewinnen
Wegen des Abschneidens der CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und der anhaltend schlechten Beliebtheitswerte von Merz wird auch in der Union über die politische Zukunft des Kanzlers diskutiert. Der CSU-Vorsitzende Söder hatte am Rande einer Klausur des Parteivorstandes vor einem Scheitern der Bundesregierung gewarnt.
Die Bundesschatzmeisterin der Jungen Union, von Nathusius, sagte im ARD-Fernsehen, die Union habe ein Glaubwürdigkeitsproblem und das liege auch an Merz. Mit diesem Bundeskanzler seien keine Wahlen mehr zu gewinnen. Sie zeigte sich zudem offen für Gespräche der CDU mit der AfD in Sachsen-Anhalt. Die Brandmauer zur AfD bezeichnete die JU-Politikerin als gescheitertes Projekt.
Banaszsk: Bundesregierung muss sich zusammenreißen
Grünen-Ko-Chef Banaszak forderte die Bundesregierung zu einer sachorientierten Politik auf. Er sei hochgradig irritiert über die Spekulationen, die es derzeit gebe. Seine Erwartung sei, dass die Regierung sich zusammenreiße. Man lebe in dramatischen Zeiten, so Banaszak.
AfD-Chefin Weidel sprach sich für Neuwahlen im Bund aus. Dies wäre angesichts des desolaten Zustands der Koalition die sauberste Lösung, sagte Weidel dem Nachrichtenportal "The Pioneer".
Rumoren in der Union –
Unzufriedenheit mit Merz-Kurs wächst
Streit um Merz:
Kanzlerwechsel – und dann
?
Diese Nachricht wurde am 15.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
