Untersuchungsbericht
UNO: Deutliche Anzeichen für Genozid durch RSF-Miliz an nicht-arabischer Bevölkerung

Die Vereinten Nationen sehen in den Gewalttaten der aufständischen RSF-Miliz im Sudan deutliche Anzeichen für einen Völkermord.

    Nahaufnahme: Die Mutter mit Schweiß auf der Stirn trägt das ausgemergelte Kind mit nacktem Oberkörper auf dem Arm
    Eine afrikanischstämmige Flüchtlingsfrau mit ihrem geschwächtes Kind. (NICHOLE SOBECKI / MSF / AFP)
    Die Miliz sei für eine koordinierte Zerstörungskampagne gegen nichtarabische Volksgemeinschaften in und um die Stadt Al-Faschir verantwortlich, hieß es bei der Vorstellung des Berichts einer UNO-Untersuchungskommission in Genf. Die Absicht zum Genozid sei hier die einzige tragfähige Schlussfolgerung. So würden Frauen und Mädchen der afrikanischen Volksgruppen Zaghawa und Fur gezielt vergewaltigt, während arabischstämmige Frauen oft verschont blieben.
    Im Sudan kämpfen seit April 2023 die reguläre Armee und die RSF um die Macht. Al-Faschir wurde im Oktober 2025 nach eineinhalb Jahren Belagerung von der RSF eingenommen. Anschließend gab es Berichte über Massaker und andere Gräueltaten. Auch der sudanesischen Armee werden Kriegsverbrechen vorgeworfen. Die UNO betrachtet die Situation in dem nordostafrikanischen Land als die größte humanitäre Krise weltweit.
    Diese Nachricht wurde am 19.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.