USA
UNO-Experten verurteilen Rechtsverstöße im Umgang mit minderjährigen Migranten

Experten der UNO werfen der US-Regierung schwere Kinderrechtsverstöße im Umgang mit Migranten vor.

    Auf dem Bild sieht man eine Gruppe von Geflüchteten, die an einem hellen Holztisch sitzen. Ein junger Mann mit rotem Pullover vergräbt das Gesicht in den Händen.
    Geflüchtete, die von den USA nach Panama abgeschoben wurden, warten auf ihren Weitertransport. (AFP / JAIME SALDARRIAGA)
    Die Sonderberichterstatter teilten in Genf mit, unbegleitete Minderjährige würden unrechtmäßig abgeschoben oder in fensterlosen Zellen ohne angemessene medizinische Betreuung festgehalten. Auch gebe es Berichte, wonach Minderjährige dazu gedrängt worden seien, gegen die Zahlung von 2.500 Dollar in bar die USA zu verlassen. Die Einwanderungsbehörde ICE habe ihnen gedroht, sie andernfalls ab ihrem 18. Geburtstag für unbegrenzte Zeit zu inhaftieren.
    Im Bundesstaat Minnesota wurde der Leiter der Einwanderungsbehörde ICE, Lyons, zu einer Gerichtsanhörung vorgeladen. Der Bundesrichter erklärte, Lyons solle persönlich erklären, warum inhaftierten Migranten in vielen Fällen ein ordnungsgemäßes Verfahren verweigert werde. Die Regierung von Präsident Trump hatte tausende Beamte nach Minneapolis entsandt, um Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigung festzusetzen und abzuschieben.
    Diese Nachricht wurde am 27.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.