Politische Krise
UNO-Hochkommissar Türk: Gewalt in Äthiopiens Region Tigray muss enden

Die Vereinten Nationen haben die Konfliktparteien in Äthiopiens Region Tigray zu einem Ende der Gewalt aufgerufen.

    Äthiopische Militärangehörige laufen gemeinsam mit zwei Frauen und einem Kind eine Straße entlang. Eine der Frauen blickt sorgenvoll in die Kamera.
    Menschen wurden hingerichtet, Frauen vergewaltigt, Schulen zerstört. Die Menschen in Tigray sind verzweifelt, die UNO ruft zum Ende der Gewalt auf (Archivbild). (picture alliance / AA / Minasse Wondimu Hailu)
    Unter den Gefechten zwischen der äthiopischen Armee und um Autonomie kämpfenden regionalen Einheiten leide vor allem die Bevölkerung, sagte der Hochkommissar für Menschenrechte,Türk, in Genf. Die Krise müsse auf politischem Weg gelöst werden. Ein Krieg wie in den Jahren 2020 bis 2022 müsse unter allen Umständen vermieden werden. In dem erneuten Konflikt würden bereits Drohnen, Artillerie und andere schwere Waffen eingesetzt, erklärte Türk.
    In Äthiopien gab es in den vergangenen Jahren immer wieder gewaltsame Konflikte wie den Bürgerkrieg von 2020 bis 2022. In der Auseinandersetzung wurden nach Schätzungen der Afrikanischen Union bis zu 600.000 Menschen getötet. Mehr als zwei Millionen Menschen wurden vertrieben. Noch immer irren mehr als eine Million Binnenflüchtlinge durch die Region.
    Diese Nachricht wurde am 10.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.