Nahost
UNO-Menschenrechtsbüro sieht in Gaza Anzeichen für ethnische Säuberungen durch Israel

In den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten gibt es nach Einschätzung des UNO-Menschenrechtsbüros Hinweise auf ethnische Säuberungen.

    Palästinenser laufen durch eine zerstörte Umgebung.
    Das UNO-Menschenrechtsbüro wirft Israel die systematische Zerstörung der Infrastruktur im Gazastreifen vor. (picture alliance / SIPA / Hassan Salem / MEI)
    In einem in Genf veröffentlichten Bericht werden Israel verstärkte Angriffe im Gazastreifen, eine systematische Zerstörung ganzer Stadtteile und die Verweigerung humanitärer Hilfe vorgeworfen. Ziel sei offenbar eine dauerhafte demografische Veränderung, so das Fazit. Auch von Zwangsumsiedlungen ist die Rede, die offenbar auf eine dauerhafte Vertreibung der Palästinenser abzielten. All das gebe Anlass zur Besorgnis über ethnische Säuberungen im Gazastreifen und im Westjordanland.
    Das Büro des Hochkommissars für Menschenrechte hat den Bericht im Auftrag des UNO-Menschenrechtsrats erstellt. Die israelische Regierung sprach von einer - Zitat - "bösartigen Kampagne der Dämonisierung und Desinformation gegen den Staat Israel".
    Am 9. Oktober 2025 trat ein Plan der USA in Kraft, der den Krieg im Gazastreifen beenden sollte. Nach Angaben der örtlichen Gesundheitsbehörden sind trotz der geltenden Waffenruhe seither mehr als 1.500 Menschen durch israelische Angriffe getötet worden. 
    Diese Nachricht wurde am 19.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.