Menschenrechtsrat
UNO-Sonderberichterstatter sieht wachsende Ungerechtigkeit in Deutschland

Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen hat sich mit der sozialen Situation in Deutschland beschäftigt.

    Genf: "Nations Unies" und "United Nations" steht am Haupteingang des Palais des Nations, Sitz des Büros der Vereinten Nationen (UNOG). Das UNOG ist das europäische Hauptquartier der UN.
    Der UNO-Menschenrechtsrat in Genf (picture alliance / Daniel Karmann / Daniel Karmann)
    Der UNO-Sonderberichterstatter und Menschenrechtsexperte Surya Deva forderte die Bundesregierung dabei auf, die Sozialsysteme zu stärken. Die Unterschiede zwischen verschiedenen Gesellschaftsgruppen würden zunehmend zum Problem; Einkommen und Vermögen seien deutlich ungleichmäßiger verteilt als noch vor einigen Jahren.
    Deva betonte, dies gehe zu Lasten einer ganzen Reihe von gesellschaftlichen Gruppen; benachteiligt seien unter anderem Frauen, Kinder, Einwanderer und Menschen mit Behinderung. Frauen würden beispielsweise im Schnitt rund 16 Prozent weniger verdienen als Männer. Dieser so genannte Gender-Pay-Gap sei größer als in fast allen anderen westlichen Industrienationen. Deva schlägt in seinem Bericht für den Menschenrechtsrat unter anderem vor, die Erbschaftssteuer anzuheben.
    Diese Nachricht wurde am 11.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.