Malta
Unternehmer Fenech vom Vorwurf der Verwicklung in die Ermordung der Journalistin Caruana Galizia freigesprochen

Knapp neun Jahre nach der Ermordung der Investigativ-Journalistin Daphne Caruana Galizia hat ein Gericht in Malta den Unternehmer Yorgen Fenech vom Vorwurf der Verwicklung in das Attentat freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte Fenech beschuldigt, den Mord in Auftrag gegeben zu haben, weil die Reporterin kurz davor gestanden habe, einen kompromittierenden Artikel über seinen Onkel zu veröffentlichen.

    Yorgen Fenech bei seiner Festnahme 2019
    Yorgen Fenech bei seiner Festnahme 2019 (picture alliance/AP Photo/Uncredited)
    Fenech hatte den Vorwurf zurückgewiesen. Fünf Personen wurden in dem Fall verurteilt. Der damalige Premierminister Muscat trat 2020 zurück, nachdem ihm vorgehalten wurde, er habe bei den Ermittlungen Freunde und Verbündete schützen wollen. - Caruana Galizia war im Oktober 2017 durch eine Autobombe getötet worden. Die damals 53-Jährige hatte regelmäßig über Korruption, Geldwäsche und andere Missstände in Malta berichtet.
    Die Organisation Reporter ohne Grenzen reagierte empört auf den Freispruch für Fenech und forderte vollständige Gerechtigkeit. Die Behörden müssten längst überfällige Maßnahmen zum Schutz von Journalisten und der Medienfreiheit umsetzen.
    Diese Nachricht wurde am 03.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.