Rheinland-Pfalz
Unverständnis über Vorstoß aus der Union zur Abschaffung des Rechts auf Teilzeitarbeit

Der Vorstoß aus der Union zur Abschaffung des Rechts auf Teilzeit-Arbeit stößt auch innerhalb der CDU auf Unverständnis.

    Der Vorsitzende der rheinland-pfälzischen CDU, Gordon Schnieder, steht an einem Pult, spricht und hat die Arme ausgebreitet.
    Der Vorsitzende der rheinland-pfälzischen CDU, Gordon Schnieder (Uwe Anspach / dpa / Uwe Anspach)
    Der rheinland-pfälzische CDU-Vorsitzende Schnieder sprach von einer Schnapsidee. Statt über Einschränkungen der Teilzeit zu diskutieren, sollte darüber gesprochen werden, wie es attraktiver werden könnte, Vollzeit zu arbeiten, sagte Schnieder. Er nannte steuerliche Anreize und eine niedrigere Abgabenlast. Auch der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Schweitzer wies den Vorschlag zurück. Der SPD-Politiker warb stattdessen für flexible Arbeitszeitmodelle und bessere Angebote bei Kitas und der ambulanten Pflege. Der Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsexperte Enzo Weber argumentierte im Deutschlandfunk, gute Rahmenbedingungen schafften Motivation. Die Menschen sollten bei der Arbeitszeit eine Wahlfreiheit haben.
    Der sogenannte Wirtschaftsflügel der Unionsparteien hat für den CDU-Bundesparteitag im Februar einen Antrag vorgelegt, der den Titel trägt "Kein Rechtsanspruch auf Lifestyle-Teilzeit". Ausnahmen solle es nur für die Erziehung von Kindern, die Pflege von Angehörigen und berufsbegleitende Fort- und Weiterbildung geben.
    Diese Nachricht wurde am 26.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.