
Wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Justizkreise berichtet, haben sowohl Fillon als auch seine Ehefrau ihre Berufung zurückgezogen. Das Pariser Kassationsgericht habe dies bereits im Januar zu den Akten genommen.
Ein Pariser Berufungsgericht hatte Fillon im Juni 2025 zu vier Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Er erhielt zudem eine Geldstrafe von 375.000 Euro. Außerdem darf er fünf Jahre lang nicht bei Wahlen antreten. Das Gericht sah es unter anderem als erwiesen an, dass Fillon seine Gattin jahrelang als parlamentarische Assistentin angestellt hatte, ohne dass diese dafür gearbeitet hatte. Fillon war von 2007 bis 2012 Premierminister unter Präsident Sarkozy.
Die Angelegenheit wurde 2017 bekannt, als Fillon Präsidentschaftskandidat der konservativen Partei war. Die Enthüllungen sorgten für einen Skandal und ebneten den Weg für den Wahlsieg von Emmanuel Macron.
Diese Nachricht wurde am 16.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
