Nach Schmidt-Rücktritt
US-Diplomat zum geschäftsführenden Bosnien-Beauftragten ernannt

Die internationale Gemeinschaft hat sich auf keinen Nachfolger für den zurückgetretenen Bosnien-Beauftragten Christian Schmidt einigen können.

    Der CSU-Politiker Christian Schmidt ist Hoher Repräsentant der internationalen Gemeinschaft in Bosnien-Herzegowina. Er steht an einem Redepult, im Hintergrund das Emblem OHR für sein Amt.
    Der CSU-Politiker Christian Schmidt war als Hoher Repräsentant der Hüter des Friedens in Bosnien-Herzegowina. (picture alliance / Anadolu / Samir Jordamovic)
    Der Lenkungsausschuss des sogenannten Friedensumsetzungsrates ernannte den US-Diplomaten Louis Crishock lediglich zum geschäftsführenden Hohen Repräsentanten für Bosnien-Herzegowina, wie das Gremium nach einer Sitzung in Sarajevo mitteilte. Eine permanente Lösung soll bis zum 14. Juli gefunden werden.
    Crishock war bislang erster Stellvertreter von Schmidt. Der deutsche Politiker hatte seinen Rücktritt auf amerikanischen Druck hin im Mai angekündigt. Dabei soll es auch um den umstrittenen Bau einer Pipeline gegangen sein. Schmidt übte das Amt seit 2021 aus.
    Der Hohe Repräsentant für Bosnien-Herzegowina hat die Aufgabe, über die Einhaltung des Friedensabkommens von Dayton zu wachen. In dieser Funktion hat er weitreichende Befugnisse bis hin zum Erlass von Gesetzen und zur Entlassung gewählter Amtsträger.
    Diese Nachricht wurde am 01.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.