Spezielle Beschichtung
US-Forscher entwickeln superhydrophobes Metallrohr - Einsatz im Schiffbau denkbar

US-Forscher haben ein spezielles Beschichtungsverfahren für Metall entwickelt, das zum Beispiel für die Schifffahrt hilfreich sein könnte. Die Rohre sind extrem wasserabweisend und schwimmen selbst unter extremen Bedingungen stabil. Das Team veröffentlichte das Verfahren im Journal "Advanced Functional Materials."

    Runde und eckige Rohre liegen übereinander.
    Ein spezielles Beschichtungsverfahren für Metall ist entwickelt worden. (picture alliance / CFOTO / CFOTO)
    Die Ingenieure der Universität Rochester im Bundesstaat New York nutzten Rohre aus Aluminium. Die Oberfläche wurde chemisch verätzt und beschichtet. Es entstanden Nanostrukturen, die zum einen Wasser abstoßen, zum anderen aber auch Luft einschließen. In ihren Experimenten haben die Forschenden mit Rohren von bis zu einem Meter Länge gearbeitet. Drückt man das Rohr unter Wasser, senkt sich an der Außenseite die Wasseroberfläche leicht ab. Im Inneren bleibt eine stabile Luftblase. Diese Luft sorgt für den dauerhaften Auftrieb. Ein Problem: Das Salzwasser setzt der Beschichtung zu, sie muss also erneuert werden.
    Sogenannte superhydrophobe Materialien gab es zwar schon vorher. Sie wurden bisher aber eher aus Schäumen oder Folien hergestellt. Diese seien weniger belastbar, schreiben die Forschenden. Die Aluminiumrohre könnten Grundlage für den Bau von Schiffen, Bojen oder Schwimmplattformen werden.
    Diese Nachricht wurde am 29.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.