Trotz Trumps Zollpolitik
US-Handelsdefizit 2025 kaum gesunken

Trotz ​der von Präsident Trump verhängten hohen Zölle gegen zahlreiche Länder ist das US-Handelsdefizit im vergangenen Jahr ‌kaum gesunken. ⁠

    Container werden auf Terminals im Hafen von Hamburg umgeschlagen.
    Das US-Handelsdefizit ist trotz der Zollpolitik von Präsident Trump kaum gesunken. (picture alliance / dpa / Christian Charisius)
    Die Importe von Waren ⁠und Dienstleistungen übertrafen deren Exporte um rund 901,5 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Das sind rund zwei Milliarden Dollar weniger als 2024.
    Trump hatte nach seinem Amtsantritt Anfang ⁠2025 Strafzölle eingeführt mit der Begründung, dass sein Land ausgenutzt werde. Die Zusatzabgaben richteten sich unter anderem ⁠gegen die Europäische Union. Für fast alle Waren ‌aus der EU müssen seit August Zölle von 15 Prozent gezahlt werden - ein Mehrfaches des früheren Durchschnittswertes.
    Studien zufolge werden die Zölle ​fast vollständig von amerikanischen Importeuren und Verbrauchern bezahlt. Diese tragen demnach 96 Prozent der Last, wie aus einer Untersuchung des Kiel Instituts für Weltwirtschaft hervorgeht. Die Behauptung, dass ausländische Staaten diese Zölle trügen, sei ein Mythos, heißt es. Die ‌Daten zeigten das Gegenteil.
    Diese Nachricht wurde am 19.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.