Interview mit Demokrat Talarico
US-Moderator Stephen Colbert wirft dem Sender CBS Zensur vor

Der US-amerikanische Late-Night-Moderator Stephen Colbert wirft seinem Sender CBS Zensur vor. CBS soll ihm verboten haben, ein Interview mit dem demokratischen Senatskandidaten aus Texas, James Talarico, auszustrahlen - angeblich aus Angst vor der republikanisch geführten US-Medienaufsicht FCC.

    Ein erleuchtetes Schild mit der Aufschrift "The Late Show with Stephen Colbert" steht am Ed-Sullivan-Theater in Manhattan, New York.
    Im Mai wird Colberts "Late Show" abgesetzt. (picture alliance / Sipa USA / SOPA Images)
    Zudem sagte Colbert, CBS habe ihm untersagt, über das Ausstrahlungsverbot zu sprechen. Colbert stellte das Interview kurzerhand auf YouTube online.
    In Texas beginnen heute Vorwahlen. Talaricos Konkurrentin im Rennen um einen Sitz im Senat ist die ebenfalls demokratische Kandidatin Jasmine Crockett. Die Medienaufsicht hat festgelegt, dass Vertreter der beiden Parteien immer gleich viel Sendezeit bekommen müssen. CBS fürchtete laut Colbert offenbar eine Rüge der FCC. Ein Sprecher von CBS erklärte, man habe Colbert lediglich eine "rechtliche Orientierungshilfe" gegeben.

    Trump hat Parteifreund zum Chef der FCC gemacht

    Der FCC wird vorgeworfen, politisch motiviert vorzugehen, seit US-Präsident Trump seinen Vertrauten Brendan Carr als Chef installiert hat. Der 61-jährige Colbert ist ein Kritiker von Trump. CBS hat ihm vor einiger Zeit gekündigt, im Mai soll seine letzte Sendung laufen. Der Sender hat dafür finanzielle Gründe angeführt. Branchenkenner mutmaßen jedoch, dass CBS aus Rücksicht auf Präsident Trump gehandelt hat.
    Diese Nachricht wurde am 18.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.