
Biden erklärte, Gershkovich habe kein Verbrechen begangen. Vielmehr sei er zur Zielscheibe der russischen Regierung geworden, weil er Journalist und Amerikaner sei. Die US-Regierung kämpfe weiterhin für Gershkovichs Freilassung. Auch Bundesaußenministerin Baerbock betonte, Journalismus sei kein Verbrechen. Die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Metsola, sprach von einem politisch motivierten Scheinprozess, die Organisation Reporter ohne Grenzen von staatlicher Geiselnahme durch Russland. Der Deutsche Journalisten-Verband nannte die Verurteilung einen Skandal.
Ein Gericht in Jekaterinburg sprach den Reporter des "Wall Street Journals" der Spionage schuldig und verhängte eine Haftstrafe von 16 Jahren. Die Anklage hatte 18 Jahre gefordert. Der Angeklagte wies - ebenso wie die US-Regierung und sein Arbeitgeber - alle Anschuldigungen zurück.
Diese Nachricht wurde am 19.07.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
