Mailand
US-Unterkunft bei Olympischen Spielen soll wegen Einwanderungsbehörde nicht wie geplant "Ice-House" heißen

Wegen des umstrittenen Vorgehens der US-Einwanderungsbehörde ICE wird eine Unterkunft von US-Sportlern bei den Olympischen Winterspielen in Italien umbenannt. Die Unterkunft für die Olympiateilnehmer der Sportarten Eishockey, Eiskunstlauf und Eisschnelllauf sollte eigentlich den Namen "Ice-House" tragen.

    Olympische Ringe vor einem Bergpanaorama.
    Die Olympischen Ringe im italienischen Cortina d'Ampezzo, neben Mailand Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2026. (picture alliance / Visually / Blanca Saenz de Castillo)
    Die US-Verbände teilten dem Sender CNN mit, das Quartier werde nun in "Winter House" umbenannt. In dem Hotel in Mailand sollen auch Angehörige der Sportler, Freunde und Sponsoren untergebracht werden.

    "Namenswechsel ist kluge Entscheidung"

    Die US-amerikanische Eiskunstläuferin Amber Glenn nannte den Namenswechsel eine "kluge" Entscheidung. Es sei "bedauerlich", dass der Begriff "Ice" nicht verwendet werden könne, weil er aufgrund der Vorkommnisse in der Heimat "negative Assoziationen" wecke. Die Ereignisse in den USA bezeichnete die Sportlerin als "sehr verstörend und belastend". 
    Die Einwanderungsbehörde ICE steht seit Monaten wegen ihres harten Vorgehens gegen illegale Migration in mehreren US-Städten in der Kritik. Zudem hatten Berichte über einen möglichen Einsatz von ICE-Mitarbeitern bei den am Freitag beginnenden Olympischen Spielen in Italien für Proteste gesorgt.
    Diese Nachricht wurde am 04.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.