
Trump kündigte seinen Auftritt auf der für das Publikum teilweise abgesperrten National Mall als "die spektakulärste Trump-Kundgebung von allen" an. In der Vergangenheit hielten sich US-Präsidenten bei den Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag politisch meist zurück. Trump wird jedoch vorgeworfen, dass er zunehmend die Grenze zwischen staatlichem Gedenken und Wahlkampf verwischt. Im Rahmen der Feierlichkeiten marschierten Dutzende maskierte Anhänger der rechtsextremen Gruppierung "Patriot Front". Die Polizei betonte das Recht auf Meinungsfreiheit und griff nicht ein.
Vizepräsident Vance wies unterdessen Kritik an den Vereinigten Staaten zurück. Kritikern warf er in einer Rede im New Yorker Hafen vor, sie würden das Wesen Amerikas missverstehen. Zugleich rief er die Bürger auf, diese - so wörtlich - zweidimensionale Sichtweise auf ihr Land abzulehnen.
Auch in Chicago und New York sind Feuerwerke geplant. Im New Yorker Hafen fand eine Windjammerparade statt. Im Osten der USA sorgt derzeit extreme Hitze mit Temperaturen über 40 Grad für Beeinträchtigungen. Eine für den Vormittag in Washington geplante Parade war bereits abgesagt worden. Die "Great American State Fair" auf der National Mall, der Rasenfläche zwischen Kapitol und Washington-Denkmal, wurde vorübergehend geschlossen, nachdem mehrere Menschen kollabiert waren. Auch in anderen Städten entlang der Ostküste wurden Veranstaltungen verschoben oder abgesagt.
Am 4. Juli 1776 hatten sich 13 nordamerikanische Kolonien von Großbritannien gelöst und die Vereinigten Staaten von Amerika gegründet.
Diese Nachricht wurde am 05.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
