
Nur wenige Details sind über das Abkommen bekannt. Trump und Rodríguez erklärten auch nicht, über welchen Zeitraum sich die von ihnen genannten Summen erstreckten. Trump fügte hinzu, durch das Abkommen würden sich die Ölreserven seines Landes mehr als verdoppeln. Die venezolanische Präsidentin schrieb, die Vereinbarung würde Investitionen in 17 Ölfeder beinhalten.
Bereits gestern hatten die US-Medien Bloomberg und Axios berichtet, mehr als ein Dutzend Ölfelder solle für den Zeitraum von einem Jahrhundert an die USA verpachtet werden
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Welche Vorteile bringt das Abkommen beiden Seiten?
Der US-Präsident steht innenpolitisch unter Druck, weil der Iran-Krieg die Benzinpreise auch in den USA in die Höhe treibt. Mit der Freilegung derart großer Ölvorkommen, wie im Abkommen vorgesehen, könnten die USA die Preise senken.
Venezuela wiederum braucht Geld. Das Land besitzt zwar die größten Ölreserven der Welt, nicht aber das für die Förderung nötige Kapital. Ein Großteil des Öls unter venezolanischem Land ist Schweröl, dessen Förderung technisch aufwendig und damit kostspielig ist.
Wie ist die Vorgeschichte des Abkommens?
Rodríguez' Vorgänger Maduro war Anfang Januar im Zuge einer US-Militäroperation gefangen genommen und in eine Haftanstalt nach New York gebracht worden. Dort soll ihm ein Prozess gemacht werden, die Anklage lautet unter anderem auf "Drogenterrorismus". Seine frühere Stellvertreterin Rodríguez wurde daraufhin zur Übergangs-Staatschefin des südamerikanischen Landes und hat sich seit ihrer Amtsübernahme für eine Öffnung Venezuelas für ausländische Investitionen auch im Energiesektor ausgesprochen.
Zuvor hatte die Trump-Regierung Druck auf Caracas ausgeübt, den USA Zugang zu den venezolanischen Vorkommen des fossilen Energieträgers zu gewähren. Die USA kontrollieren aktuell in Venezuela faktisch das Öl-Geschäft. Sie verkauften Erdöl aus dem sudamerikanischen Land, Caracas sollte im Gegenzug regelmäßig vom US-Finanzministerium eine Überweisung erhalten.
Zugleich drängte Washington amerikanische Unternehmen, in Venezuela zu investieren. Die Konzerne zeigten sich jedoch zunächst zurückhaltend. Hintergrund war die verfallene Infrastruktur des sozialistischen Landes und und frühere Enteignungen ausländischer Investoren.
Diese Nachricht wurde am 29.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




