Krieg
USA und Iran einigen sich in der Schweiz auf Vorgehen für endgültiges Friedensabkommen

Die USA und der Iran haben sich bei ihren Verhandlungen in der Schweiz auf das ‌weitere Vorgehen ⁠für ein ⁠endgültiges Abkommen innerhalb von 60 Tagen geeinigt. Nach 18-stündigen Gesprächen auf Spitzenebene gaben die Vermittler Katar und Pakistan in der Nacht den Abschluss der ersten Runde bekannt.

    Der iranische Außenminister Araghtschi schüttelt einem Mann in einem Konferenzsaal die Hand.
    Der iranische Außenminister Araghtschi (links) gehört zur Delegation seines Landes. (IMAGO / Middle East Images / IMAGO / Hamed Malekpour)
    Das erste direkte Gespräch der beiden Delegationen dauerte den Angaben zufolge gut eine Stunde. Zu den zentralen Ergebnissen gehören ein Mechanismus zur Sicherung der Handelsschifffahrt durch die Straße ⁠von ⁠Hormus sowie die Einrichtung einer Koordinierungsstelle, die die Einstellung der Kampfhandlungen im Libanon überwachen soll. Die Verhandlungen auf ⁠technischer Ebene werden den Rest der Woche in dem Bergresort ⁠auf dem Bürgenstock am Vierwaldstättersee fortgesetzt werden.

    "Positive und konstruktive Atmosphäre"

    Irans Außenminister Araghtschi teilte mit, Teheran ‌habe Ausnahmegenehmigungen für Öl- und Petrochemie-Exporte, die Freigabe eingefrorener Gelder sowie einen Wiederaufbauplan ausgehandelt. US-Vizepräsident Vance erklärte, Präsident Trump habe darum gebeten, ein neues Kapitel aufzuschlagen, ‌um die Beziehungen zum iranischen Volk zu verändern. Die Vermittler aus Katar und Pakistan teilten mit, die Gespräche hätten in einer positiven und konstruktiven Atmosphäre stattgefunden. Es seien ermutigende Fortschritte erzielt worden.
    Die israelische Regierung, die nicht Teil der Verhandlungen ist, lehnt ein Ende der Kämpfe im Libanon ab. Bisher gibt es keine Anzeichen, dass sich das Militär des Landes aus der Region zurückzieht. Angriffe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon hatten die von den USA und dem Iran ausgehandelte Absichtserklärung vorübergehend infrage gestellt.
    Diese Nachricht wurde am 22.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.