Vor UNO-Vollversammlung
USA verweigern palästinensischer Delegation die Visa

Zum zweiten Mal in Folge hat die US-Regierung einer hochrangigen palästinensischen Delegation die Visa für die Teilnahme an der UNO-Generalversammlung in der kommenden Woche verweigert.

    Palästinenserpräsident Abbas - ein Mann mit weißen Haaren und Brille - spricht gestikulierend vor der UNO-Vollversammlung in New York. Aufnahme vom 26.09.2024.
    Palästinenserpräsident Abbas hat bereits vor der UNO-Vollversammlung in New York gesprochen, wie hier im Jahr 2024. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Frank Franklin II)
    Das US-Außenministerium erklärte, die palästinensischen Vertreter hätten ihre Verpflichtungen aus früheren Abkommen, sich um Frieden mit Israel zu bemühen, nicht erfüllt. Betroffen ist auch der palästinensische Präsident Abbas. Das Ministerium teilte mit, die Palästinensische Autonomiebehörde verfolge weiterhin rechtliche Schritte gegen Israel vor dem Internationalen Gerichtshof und dem Internationalen Strafgerichtshof. Zudem leiste sie immer noch finanzielle Unterstützung für die Familien von Gefangenen, die wegen Terroranschlägen gegen Israelis verurteilt worden seien.
    Trotz der Visa-Verweigerungen werden die Palästinenser bei der UNO-Generalversammlung vertreten sein, und zwar durch ihre bereits bei den Vereinten Nationen akkreditierten Diplomaten.
    Diese Nachricht wurde am 17.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.