
Die vorgestellten Zahlen seien ein Schock, und das tatsächliche Ausmaß von Gewalt übersteige die polizeiliche Statistik bei weitem, erklärte ein Sprecher des Paritätischen Gesamtverbands. Der Bedarf an Schutz der Betroffenen, Beratung und Prävention sei damit weitaus größer als bislang angenommen. Die Sozialverbände forderten einen massiven Ausbau von Schutzhäusern. Nötig seien außerdem eine gezielte Förderung der Familienarbeit und der Auseinandersetzung mit den Täterinnen und Tätern.
Das Familien- und das Innenministerium sowie das Bundeskriminalamt hatten am Vormittag eine Dunkelfeldstudie zu Gewalt innerhalb und außerhalb von Partnerschaften vorgestellt. Demnach werden 19 von 20 Taten nicht angezeigt. Die Studie ergab auch, dass Männer und Frauen von psychischer und körperlicher Gewalt in Partnerschaften beinahe gleichermaßen betroffen sind. Frauen werden allerdings öfter Opfer von sexualisierter Gewalt als Männer.
Diese Nachricht wurde am 10.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
