Kraftwerke
Verband kommunaler Unternehmen fordert besseren Schutz der kritischen Infrastruktur

Nach Sabotage-Anschlägen auf ein Kohlekraftwerk in Brandenburg und ein Umspannwerk in Nordrhein-Westfalen fordert der Verband kommunaler Unternehmen einen besseren Schutz der kritischen Infrastruktur.

    Polizisten durchsuchen Felder auf Spuren. Im Hintergrund ist die Anlage des Übertragungsnetzbetreibers Amprion zu sehen.
    Auf das Umspannwerk nahe Bergheim bei Köln ist offenbar ein Anschlag verübt worden. Anwohner sahen Blitze und hörten Explosionen - die Polizei geht von einer vorsätzlichen Tat aus und durchsucht die umliegenden Felder auf Spuren. (picture alliance / Panama Pictures / Christoph Hardt)
    VKU-Hauptgeschäftsführer Liebing erklärte, Stadtwerke, kommunale Ver- und Entsorger täten, was in ihrer Macht stehe, um ihre Einrichtungen bestmöglich zu schützen. Sie seien aber keine Sicherheitsbehörden. Nach dem gestrigen Angriff auf das Kohlekraftwerk im brandenburgischen Jänschwalde ermittelt die Polizei in Potsdam inzwischen auch wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung. Nach einem ähnlichen Vorfall in Nordrhein-Westfalen gestern Abend stufte das Polizeipräsidium Köln die Tat als Anschlag ein. Man prüfe einen Zusammenhang mit den Taten in Brandenburg.
    Laut Polizei wurde der Kurzschluss in beiden Fällen verursacht, indem vermutlich ‌ein Draht mit Pyrotechnik über eine Stromleitung geschossen wurde. In NRW konnten die Beamten entsprechende Abschussvorrichtungen in einem Maisfeld sicherstellen.
    Diese Nachricht wurde am 02.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.