Nach Anschlag in Berlin
Verband Queere Vielfalt: Anschlag nur "Spitze des Eisbergs" - mehr dauerhaften Einsatz der Politik gefordert

Der Verband Queere Vielfalt erwartet nach dem Anschlag am Rande des CSD in Berlin dauerhaft mehr Einsatz für zusätzlichen Schutz.

    Eine Pride-Flagge vor bewölktem Himmel
    Die Zahl queerfeindlicher Angriffe steigt seit Jahren an. (IMAGO / BildFunkMV / IMAGO)
    Der Anschlag sei nur die Spitze des Eisbergs, sagte Verbandsprecherin Thost im Deutschlandfunk . Es gebe seit Jahren eine Vervielfachung queerfeindlicher Angriffe. Thost betonte, der Verband warne seit Jahren vor steigendem Hass und fordere Prävention. Angekündigte Maßnahmen der Politik würden nicht konsequent umgesetzt.
    Thost kritisierte zudem, dass die Betroffenen des Anschlags zu sehr aus dem Blick der öffentlichen Debatte gerieten. Die getötete Frau und die vielen Verletzten seien Teil der queeren Community gewesen. Der Fokus der Politik liege derzeit stattdessen auf dem Strafrecht und Details zum Täter.
    Laut Thost gibt es in der Community große Sorgen mit Blick auf anstehende CSD-Veranstaltungen etwa in Hamburg oder Amsterdam.
    Der Verband Queere Vielfalt ist die größte Interessensvertretung queerer Menschen in Deutschland.
    Diese Nachricht wurde am 29.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.