Gastronomie
Verbraucherschützer warnen vor unterschwelliger Beeinflussung bei Trinkgeldzahlung per Karte

Verbraucherschützer warnen bei der Zahlung von Trinkgeld per Kartenlesegerät in der Gastronomie vor einer unterschwelligen Beeinflussung. Diese liege vor, wenn bei der Kartenzahlung die Option, kein Trinkgeld zu geben, versteckt oder schlechter sichtbar sei, sagte die Chefin des Verbraucherzentrale-Bundesverbands, Pop, der Deutschen Presse-Agentur.

    Auf einem Kartenlesegerät werden deutlich Trinkgeldbeträge angezeigt, die man bei der Zahlung antippen soll. Auch „Freie Eingabe“ und „Kein Trinkgeld“ sind möglich.
    Trinkgeld per Kartenzahlung. (picture alliance/dpa/Jens Kalaene)
    Sie forderte, es müsse auf den ersten Blick erkennbar sein, wie Gäste Trinkgeld ablehnen oder die Höhe selbst festlegen könnten. Ihr Verband setze sich auf europäischer Ebene für ein Verbot sogenannter manipulativer Designtricks ein.
    Pop erklärte, viele Menschen würden gerne und freiwillig Trinkgeld geben, um guten Service wertzuschätzen. Problematisch werde es, wenn Verbraucher gedrängt oder sogar manipuliert würden. Niemand sei verpflichtet, Trinkgeld zu geben. 
    Diese Nachricht wurde am 24.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.