Nordafrika 
Vereinbarung für Wahlen in Libyen unterzeichnet - Syrien eröffnet nach 14 Jahren wieder Botschaft in Tripolis

In Libyen haben Vertreter der verfeindeten Regierungen im Westen und Osten des nordafrikanischen Landes eine Vereinbarung unterzeichnet, die den Weg zu Parlaments- und Präsidentenwahlen ebnen soll.

    Blick über Tripolis, Libyen.
    Blick über Tripolis (Archivfoto) (picture-alliance/imageBroker )
    Die Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Libyen sprach von einem wichtigen Schritt zur Förderung des politischen Prozesses. Geplant ist die Durchführung der Wahlen innerhalb der kommenden zwei Jahre. Ziel ist die Bildung einer einzigen Regierung und einheitlicher nationaler Institutionen.
    Nach dem Sturz des Langzeitherrschers Gaddafi 2011 brach in Libyen ein Bürgerkrieg aus. Bis heute ist das Land gespalten: In Tripolis sitzt die von der UNO anerkannte Regierung von Ministerpräsident Dbaiba. Der Osten und Süden des Landes werden von General Haftar und seinen Verbündeten beherrscht.
    Unterdessen eröffnete Syrien nach 14 Jahren wieder seine Botschaft in Tripolis. Außenminister Shaibani traf mit seinem libyschen Kollegen Al-Baour zusammen. Beide vereinbarten, die Zusammenarbeit der Länder zu vertiefen. Bereits 2012 hatte der libysche Übergangsrat die syrische Opposition anerkannt und die Beziehungen zum Assad-Regime abgebrochen.
    Diese Nachricht wurde am 30.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.