Jahresbericht
Verfassungsschutz sieht Deutschland durch Angriffe von innen und außen unter Druck

Die rechtsextremistische Szene in Deutschland ist nach Einschätzung des Bundesamts für Verfassungsschutz weiter gewachsen.

    Nachtaufnahme eines beleuchteten Schildes mit der Aufschrift "Bundesamt für Verfassungsschutz"
    Der Bundesverfassungsschutz nennt in seinem Bericht für 2025 unter anderem Extremismus, Antisemitismus, Spionage und Sabotage als Bedrohungen für Deutschland. (picture alliance / dpa / Oliver Berg)
    Wie aus dem heute in Berlin vorgestellten Bericht für 2025 hervorgeht, ist das Personenpotenzial von gut 50.000 auf nun fast 59.000 gestiegen. Laut Bundesinnenminister Dobrindt bleibt Rechtsextremismus die ”größte Bedrohung” für die freiheitlich-demokratische Grundordnung. Er verwies bei der Präsentation des Berichts auf ein steigendes Gewaltpotenzial - sowohl im Rechtsextremismus, als auch im Linksextremismus. Der Präsident des Verfassungsschutzes, Selen, erklärte, auffällig sei, dass sich zunehmend junge Menschen radikalisierten. Sie würden von Gruppierungen zumeist im Netz rekrutiert. Der Bericht nennt auch Antisemitismus erneut als anhaltende Bedrohung. Zudem stehe Deutschland durch Angriffe von außen weiter unter Druck. Die größte Bedrohung durch beispielsweise Sabotage und Spionage gehe von Russland aus, betonte Dobrindt. Ähnliche Aktionen würden auch von Akteuren anderer ausländischer Mächte wie China und dem Iran ausgeführt.
    Diese Nachricht wurde am 30.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.