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SPD
Verteidigungsminister Pistorius erklärt Verzicht auf Kanzlerkandidatur

Bundesverteidigungsminister Pistorius hat seinen Verzicht auf eine SPD-Kanzlerkandidatur erklärt.

    Ein Porträt von Bundesverteidigungsminister Pistorius. Der Mann mit der runden Brille schaut ernst in die Kamera. Der Bildhintergrund ist schwarz.
    Verteidgungsminister Pistorius hat seinen Verzicht auf die SPD-Kanzlerkandidatur erklärt. (picture alliance / dpa / Andreas Arnold)
    In einer Videobotschaft an die Parteimitglieder sagte Pistorius, er habe die Partei- und Fraktionsspitze am Abend darüber informiert, dass er nicht zur Verfügung stehe. Dies sei seine souveräne Entscheidung. Pistorius betonte zudem, dass er sich selbst nicht für eine Kandidatur ins Gespräch gebracht habe. Mit Olaf Scholz habe Deutschland einen hervorragenden Bundeskanzler, der dafür stehe, was in der gegenwärtigen Lage nötig sei, nämlich Erfahrung und Besonnenheit. Pistorius forderte die SPD auf, sich geschlossen hinter Scholz zu stellen und zusammen mit ihm für eine zweite Amtszeit zu kämpfen.
    Die SPD-Vorsitzende Esken bezeichnete Pistorius' Entscheidung als großes Zeichen der Solidarität. Esken sagte der Rheinischen Post, die bevorstehenden Herausforderungen könnten nur gemeinsam und mit einer geschlossenen SPD bewältigt werden.
    Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende von CDU und CSU im Bundestag, Middelberg, nannte die Entscheidung zugunsten von Scholz "gut für die Union". Er sagte derselben Zeitung wörtlich: "Pistorius wäre für uns unangenehmer gewesen."
    Diese Nachricht wurde am 21.11.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.