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Vertreter von Union und SPD mit unterschiedlichen Positionen zu Social-Media-Verboten

Der Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft, Radtke, spricht sich für ein Verbot der Social-Media-Nutzung für ⁠unter 16-Jährige ‌aus.

    Mehrere Apps wie Facebook, Instagram und Youtube auf einem Smartphone
    Viele Experten warnen vor Verboten. (picture alliance / empics / Yui Mok)
    Die Medienkompetenz und die dynamischen Entwicklungen der Plattformen gingen nicht Hand in Hand, sagte der CDU-Politiker der Nachrichtenagentur Reuters. An vielen Stellen seien Soziale Medien eine Ansammlung von Hass und Fake News. Er begrüße Überlegungen, dem Beispiel Australiens zu folgen und ​eine ​Altersgrenze einzuführen. Altbundespräsident Wulff, ebenfalls CDU, warb für ein Verbot für Kinder unter 14 Jahren.
    Viele Experten warnen vor Verboten. Sie befürchten Nachteile bei der Befähigung junger Menschen zum Umgang mit Sozialen Medien, Verstöße gegen das Recht auf digitale Teilhabe und abnehmenden Druck auf Plattformen, ihre Dienste sicherer zu gestalten. Auch der digitalpolitische Sprecher der SPD, Schätzl, wandte sich gegen ⁠Pauschalverbote. Stattdessen müssten Plattformen ihre Angebote regulieren. Als Beispiel nannte er die Abschaltung suchtfördernder algorithmischer Empfehlungssysteme für minderjährige Nutzer.
    Diese Nachricht wurde am 06.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.