
Die Medienkompetenz und die dynamischen Entwicklungen der Plattformen gingen nicht Hand in Hand, sagte der CDU-Politiker der Nachrichtenagentur Reuters. An vielen Stellen seien Soziale Medien eine Ansammlung von Hass und Fake News. Er begrüße Überlegungen, dem Beispiel Australiens zu folgen und eine Altersgrenze einzuführen. Altbundespräsident Wulff, ebenfalls CDU, warb für ein Verbot für Kinder unter 14 Jahren.
Viele Experten warnen vor Verboten. Sie befürchten Nachteile bei der Befähigung junger Menschen zum Umgang mit Sozialen Medien, Verstöße gegen das Recht auf digitale Teilhabe und abnehmenden Druck auf Plattformen, ihre Dienste sicherer zu gestalten. Auch der digitalpolitische Sprecher der SPD, Schätzl, wandte sich gegen Pauschalverbote. Stattdessen müssten Plattformen ihre Angebote regulieren. Als Beispiel nannte er die Abschaltung suchtfördernder algorithmischer Empfehlungssysteme für minderjährige Nutzer.
Diese Nachricht wurde am 06.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
